Vom Start-up zum Scale-up

Wer an Start-ups denkt, dem kommen vielleicht die legendären Bilder von Steve Jobs, Bill Gates und Mark Zuckerberg in den Sinn, die alle in Garagen oder kleinsten Räumen den Grundstein für ihren Erfolg gelegt haben.

Ähnlich ist es auch den beiden Unternehmensgründern der curameo AG mit ihrer erfolgreichen Marke Kloster Kitchen ergangen. Vera und Mario Fürst gründeten 2016 ihr Unternehmen im heimischen Keller und erobern seitdem weit über die Landesgrenzen hinaus den Markt in der neuen Getränkekategorie „Ingwer Shots“. In Deutschland hat sich das Unternehmen bereits als Marktführer etabliert und schon lange den Sprung vom Start-up zum Scale-up geschafft.

In unserem TALK haben die beiden mit Sabine Michel über alle Facetten ihrer Erfolgsgeschichte gesprochen: Stolpersteine, Visionen, Missionen, Leidenschaften, den Mentor Hans-Rudolf Wöhrl und den Markenbotschafter Roland Trettl.

 

Unternehmensgründung aus Leidenschaft

Mario Fürst ist Unternehmensgründer aus Leidenschaft. Als er 2015 das erste Mal in einem Kurzurlaub mit einem Ingwer Shot in Kontakt gekommen ist, hatte er bereits 39 erfolgreiche Unternehmen gegründet und keine Nummer 40 geplant.

Doch das Wow-Erlebnis, das er bei seinem ersten Ingwer Shot hatte, hat ihn nachhaltig beeindruckt. Hinzu kam das durchweg positive Feed-Back aus seinem Bekanntenkreis, das in dem leidenschaftlichen Unternehmer mit hands-on-mentality erneut den Gründergeist geweckt hat.

Die Geschäftsidee war geboren, das Gründerteam stand fest, und auch der Name war gesetzt: Kloster Kitchen. Dieser sollte zum Ausdruck bringen, dass es sich um eine alte, von Nonnen überlieferte Klosterrezeptur handelt, die ihre Anfänge mit kleinen Stückzahlen in einer kleinen Küche gefunden hat.

 

Learning by doing

Weder Vera noch Mario hatten damals Erfahrungen als Getränkeproduzenten, geschweige denn davon, wie man mit Ingwer Shots in den Handel kommen kann. Aber sie hatten eine überzeugende Vision, ein ehrgeiziges, zukunftsorientiertes und innovatives Business-Modell und – last but not least – eine unbesetzte Nische, in der sie sich breit machen konnten. Learning by doing war die Devise.

 

Innovative Vertriebskanäle finden

„Wir hatten im Jahr 2015 Null Kunden, aber immerhin schon 23.000 Flaschen von unserem Ingwer Shot auf Lager. Damals war die Bio-Fach in Nürnberg, also gehen wir auf die Bio-Fach, denn wir sind ein Bio-Produkt“ beschreibt der Vertriebsprofi die Suche nach geeigneten Vertriebskanälen und seine Entscheidung für den sprichwörtlichen Sprung ins kalte Wasser. Er habe damals nicht viel nachgedacht, sondern einfach getan.

Mit einem kleinen selbstgebauten Messestand ist das Team als Aussteller auf die Messe, hat dort Gespräche geführt, Besucher verkostet und die ersten Kontakte mit großen Handelspartnern geknüpft. Danach ging alles ganz schnell und Kloster Kitchen hatte die ersten Listungen in 500 Verbrauchermärkten. Viele weitere sollten folgen.

 

Familienunternehmen at its best

„Oben im Spitzboden war Vertrieb und Marketing, am Esszimmertisch waren die Gespräche mit Lieferanten und Banken und unten im Keller war unser Online-Versand“ erinnert sich Vera Fürst lachend an die Anfänge des Unternehmens.“ Schnell wurde klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Das Kleinstunternehmen musste wachsen und auf eine höhere, professionelle Ebene gehoben werden.

 

Die Bedeutung von Mentoren und Markenbotschaftern

Doch dazu brauchte es Kapital. Kapital, das Banken dem Gründerteam 2018 nicht geben wollten. Hier kam der Business Angel Hans-Rudolf Wöhrl ins Spiel.

„Herr Wöhrl war am Anfang komplett dagegen. Aber ich habe ihm gesagt, dass wir keine Eile haben und ich ihn schon gerne mit auf die Reise nehmen würde, weil ich auch einen Mentor suche.“ Ein paar Monate später war es dann so weit. Hans-Rudolf Wöhrl, der überzeugt von dem Unternehmen und der Geschäftsidee war, investierte einen siebenstelligen Betrag in das Unternehmen. Auch heute profitiert das Team Fürst von dieser sehr wertvollen Partnerschaft und dem Mentorship.

Die Idee für die Zusammenarbeit mit dem Sternekoch Robert Trettl hatte der Brand Manager von Kloster Kitchen. Es gibt vier Welten bei Kloster Kitchen: Essen und Trinken, Lifestyle, Celebrities und Kunst. Da lag es nahe, den ersten Markenbotschafter aus dem Bereich Essen und Trinken bzw. „Kitchen“ zu suchen. Robert Trettl war als bekennender Kloster Kitchen Fan sofort begeistert von der Kooperationsanfrage und hat zugesagt.

 

Mutige Entscheidungen treffen

Der Weg vom Start-up zum Scale-up ist gepflastert mit vielen mutigen Entscheidungen. Dazu zählt bei Kloster Kitchen zum Beispiel auch eine Kooperation mit Eckes-Granini wieder zu beenden, weil es „einfach nicht gepasst hat“ so der Unternehmer.
Auch Rückschläge gehören zum Unternehmertum. Wer aber wie Mario unerschrocken bleibt und erkennt, dass in jeder Krise auch die Chance steckt, etwas positiv zu verändern, kann den Weg zum Scaler schaffen.

Heute ist das Unternehmen in Deutschland Marktführer in der Getränkekategorie Ingwer Shots.

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